Medizinische Aufbauhilfe für Georgien
Mit Hilfe der von den damaligen Spitzenpolitikern Außenminister Genscher und Staatspräsident Schewardnadse aktiv unterstützten Aufbauhilfe des Herz-Zentrums Bad Krozingen konnte in Tiflis das bis heute einzige, kontinuierlich arbeitende und mit georgischem Personal besetzte Herz-Zentrum Georgiens aufgebaut werden. Zielsetzung bei der am 19. März 2000 erfolgten Gründung des Fördervereins war es das “Emergency Cardiology Center” zu einem Zentrum für alle Bevölkerungsschichten aufzubauen und eine eigenständige Weiterentwicklung der Herzklinik in Tiflis zu ermöglichen.
Ausgangspunkt war ein Besuch einer georgischen Regierungs-Delegation, die im Herz-Zentrum Bad Krozingen mit der Geschäftsführung über die Notwendigkeit einer besseren kardiologischen Versorgung der georgischen Bevölkerung sprach. Wurde zunächst im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung Unterstützung bei der Renovierung geeigneter Räumlichkeiten und der Ausbildung von Ärzten, Pflegekräften und Technikern geleistet, konnte in den vergangenen Jahren das “Emergency Cardiology Center” (ECC) zu einer der renommiertesten Herz-Kliniken in Georgien aus- gebaut werden. Anlässlich der bereits am 06. Mai 2001 eröffneten Herzchirurgie wurde der damalige Ärztliche Direktor des Herz-Zentrums, Herr Professor Roskamm vom anwesenden Staatspräsidenten Schewardnadse für seine großen Verdienste beim Aufbau ECC zum Ehrenbürger Georgiens ernannt.
Auf internationalem Niveau etabliert
Im Rahmen der Mitgliederversammlung 2010 des Deutsch-Georgischen Fördervereins berichtete der Vorstandsvorsitzende Bernhard Grotz, dass das Herz-Zentrum in Tiflis heute wirtschaftlich arbeitet und alle wichtigen Herz-Kreislauferkrankungen der Bevölkerung vor Ort kompetent versorgt werden können. „Die dank der gestiegenen Patientenzahlen möglich gewordenen, selbständig finanzierbaren Investitionen haben entscheidend dazu beigetragen, dass dieser Versorgungsstand nunmehr erreicht ist“, betont Bernhard Grotz im Rahmen seines Rechenschaftsberichtes. Lag die Anzahl der behandelten Patienten in 2004 bereits bei 2.164, wurden im vergangenen Jahr 3.445 Patienten behandelt. Dank der regelmäßigen Aufenthalte des stellvertretenden Vorsitzenden des Vereins, Dr. Pieter Jan Tollenaere, konnte in dem noch staatseigenen Herz-Zentrum eine auch internationalen Maßstäben gerecht werdende, leistungsfähige Kardiologie mit kompletter Diagnostik und allen interventionellen Leistungen, eine entsprechende Herz- und Gefäßchirurgie sowie eine Abteilung für Rehabilitation und Prävention etabliert werden.
Neben der Unterstützung bei der Renovierung geeigneter Räumlichkeiten und den jährlich stattfindenden Hospitationen, bisher ca. 70 Personen, von Ärzten, Pflegekräften und Technikern steht der Know How-Transfer und die Zurverfügungstellung von Medizinprodukten und medizinischen Geräten im Mittelpunkt der Unterstützungsleistungen. Um die erfolgreiche Entwicklung auch in Zukunft aktiv begleiten zu können, ist der Verein weiterhin auf Spenden und Neumitglieder angewiesen. Informationen erteilt der Vorstandsvorsitzende Bernhard Grotz (07633/1783). Ein Spendenkonto ist bei der Sparkasse Staufen eingerichtet, Konto-Nummer 947 5583, BLZ 680 523 28.

