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Spitzenmedizin mit Herz

Pflegeforschung

Die Überprüfung der methodischen Qualität von Validitäts-/Reliabilitätsstudien der 9- oder 12-Item European Heart Failure Self-care Behavior Scale  

 

Förderung: Eigenmittel

Projektleitung: Dr. S. Köberich

Projektpartner: Prof. T. Jaarsma (Department of Social and Welfare Studies, Linköping University, Schweden)

Projektlaufzeit: Februar 2017 –

 

Projektbeschreibung:

Hintergrund:

Die 9- bzw. 12- Item lange European Heart Failure Self-care Behaviour Scale (EHFScBS) ist weltweit neben dem Self-care of Heart Failure Index (SCHFI) eins der häufigsten verwendeten Instrumente zur Erfassung der Selbstpflege bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz. Die Skala wurde bereits in mehrere Sprachen übersetzt und auf Ihre Validität/Reliabilität überprüft. Die Autoren der Studien kommen meist zu dem Schluss, dass die EHFScBS ein valides und reliables Instrument ist. Allerdings wurde bis dato nicht ausreichend analysiert, ob die Studien, welche die Validität/Reliabilit der EHFScBS überprüften, von methodisch ausreichender Güte sind.

Zielsetzung:

Das Ziel der Studie ist, die methodische Güte der Studien, welche die EHFScBS auf ihre Validität und Reliabilität prüften, systematisch zu begutachten, um eine Aussage über die Qualität dieser Studien treffen zu können. Darüber hinaus ist das Ziel, unberücksichtigte Bereiche der Validitäts-/Reliabiltätstestung aufzuzeigen.

Methode:

Alle Studien, welche die Entwicklung, Übersetzung und/oder psychometrische Prüfung der EHFScBS beschreiben, werden mittels COSMIN-Checkliste (COnsensus-based Standards for the selection of health Measurement INstruments ) (www.cosmin.nl) auf ihre methodische Güte hin von zwei unabhängigen Gutachtern überprüft. Anschließend wird für jede Studie ein Konsensus-Gutachten erstellt und die Gutachten zu allen Studien zusammengefasst.

 

 

 

Übersetzung des „Ghent Global IAD Categorisation Tool (GLOBIAD)“ in die deutsche Sprache für die Schweiz, Österreich und Deutschland nach dem ISPOR-Übersetzungsprozess

Förderung:

Eigenmittel  

 

Projektleitung:

Dr. S. Köberich  (Universitäts-Herzzentrum Freiburg · Bad Krozingen, Deutschland)

Dr. A. Steininger (UMIT-Zentrum für Pflegewissenschaft, Wien, Österreich)  

 

Projektpartner:

C. Spitz-Köberich, MSc (Universitäts-Herzzentrum Freiburg · Bad Krozingen, Deutschland)

PD Dr. J. Kottner (Charité – Universitätsmedizin Berlin, Clinical Research Center for Hair and Skin Science, Deutschland)

M. Hödl, MSc (Medizinische Universität Graz, Österreich)  

M. Kohler (Institut für Angewandte Pflegewissenschaft IPW-FHS, Hochschule für Angewandt, St. Gallen, Schweiz)

C. Schiess (Institut für Angewandte Pflegewissenschaft IPW-FHS, Hochschule für Angewandt, St. Gallen, Schweiz)

 

Projektlaufzeit:

November 2017 –

Prüfung der psychometrischen Eigenschaften eines Fragebogens zur Erfassung der Einstellung zur und der patientenseitig wahrgenommenen Partizipation bei der pflegerischen Übergabe mit dem Patienten am Patientenbett

Förderung: Eigenmittel

Projektleitung: Dr. S. Köberich, Christina Reimann

Projektlaufzeit: Mai 2016 - Juli 2016

Zusammenfassung

Hintergrund:

Die pflegerische Übergabe am Patientenbett unter Einbeziehung und Mitwirkung des Patienten ist ein vielfach eingesetztes Instrument zur Einbeziehung des Patienten in die Entscheidungsfindung über seine Pflege und wird zur Informationsweitergabe hinsichtlich der medizinischen und pflegerischen belange im Krankenhaus genutzt. Zahlreiche Studien konnten bis dato den Nutzen der Übergabe am Patientenbett darlegen. Hierfür wurden Studien mit qualitativem Design (Interviews) oder mit quantitativer Methodik (Fragebögen) durchgeführt. Die eingesetzten Fragbögen wurden allerdings nicht ausreichend auf ihre psychometrischen Eigenschaften getestet.  

Zielsetzung:

Das Ziel dieser Studie ist, ein Instrument, welches die Beteiligung des Patienten an der pflegerischen Übergabe am Patientenbett unter Einbeziehung und Mitwirkung des Patienten (und damit den zentralen Gegenstand der Übergabe am Patientenbett), quantitativ erfassen soll, auf seine psychometrischen Eigenschaften zu testen.  

Methode:

Zur Überprüfung der Validität und Reliabilität des Instrumentes wird eine Querschnittstudie mit 480 Patienten durchgeführt. Patienten erhalten den Fragebogen 1-2 Tage vor Ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus und werden gebeten diesen auszufüllen. Der Fragebogen wird auf folgende psychometrischen Eigenschaften getestet: Konstruktvalidität (mittels explorativer und konfirmatorischer Faktorenanalyse und der Bestimmung der Validität mit bekannten Gruppen), Kriteriumsvalidität mittels Übereinstimmungsvalidität und Innere Konsistenz als Maß der Reliabilität.

Ergebnisse:

Von 477 Fragebögen wurden 195 (40,9%) in die Analyse aufgenommen. Nach Ausschluss von sieben von 18 Items auf Grund von Bodeneffekten der Antworten, ergab die explorative Faktorenanalyse eine „Erleben“-Skala mit zwei Subskalen. Diese Struktur konnte mittels konfirmatorischer Faktorenanalyse bestätigt werden. Die interne Konsistenz war mit einem McDonald´s ω von 0,8 und einem Greates Lower Bound von 0,85 für die Skala und mit ω =0,92 (GLB=0,95) bzw. ω=0,76 (GLB=0,93) für die Subskala zufriedenstellend. Die mittels Skala erfasste patientenseitig erlebte Partizipation unterschied sich - wie erwartet - in Patientengruppen, welche die Entscheidung über pflegerischen Maßnahmen als paternalistisch, gemeinsam bzw. informiert gefällt erlebten (F=6,161; df=2; p=0,003). Die „Erleben“-Skala korrelierte mit r=-0,592 (p<0,001) mit einer allgemeinen Aussagen zur patientenseitig erlebten Beteiligung an der pflegerischen Übergabe.

DRKS-Nr:

DRKS00010065

Daten:

Die Rohdaten der Studie können unter https://freidok.uni-freiburg.de/data/11442 abgerufen werden.

Veröffentlichung:

Köberich, S.; Reimann, C. (2017): Entwicklung und psychometrische Prüfung eines Fragebogens zur wahrgenommenen Partizipation bei der pflegerischen Übergabe am Patientenbett (ParÜPa) von Krankenhauspatienten auf Normalstation: eine Querschnittsstudie. Klinische Pflegeforschung, 3: 72-84 (Open Access)

Köberich, S. (2017): Witnessing resuscitation - a call for a research agenda. Eur J Cardiovasc Nurs (Online first)

Ziehm, J.; Farin, E.; Becker, G.; Köberich, S. (2017): Entwicklung von Maßnahmen zur Überwindung von Barrieren bezüglich einer palliativmedizinischen Versorgung von Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz: Eine Delphi-Studie. Das Gesundheitswesen (Online first)

Köberich, S.; Reimann, C. (2017): Entwicklung und psychometrische Prüfung eines Fragebogens zur wahrgenommenen Partizipation bei der pflegerischen Übergabe am Patientenbett (ParÜPa) von Krankenhauspatienten auf Normalstation: eine Querschnittsstudie. Klinische Pflegeforschung, 3: 72-84 (Open Access)

Köberich, S. (2016): Fostering self-care behaviours through symptom diary use? An exploratory, cross-sectional study about the use of and attitude towards a symptom diary of patients with heart failure. Journal of Research in Nursing, 21, 530-541

Ziehm, J., Farin, E., Seibel, K., Becker, G., Köberich, S. (2016): Healthcare Professionals’ Attitudes Regarding Palliative Care for 1 Patients with Chronic Heart Failure: An Interview Study. BMC Palliative Care, 15, 76 (Open Access)

Ziehm, J., Farin, E., Schäfer, J., Woitha, K., Becker, G., Köberich, S. (2016): Palliative care for patients with heart failure:  facilitators and barriers - a cross sectional survey of German Health Care Professionals. BMC Health Services Research, 16, 361 (Open Access)

Köberich, S., Feuchtinger, J., Farin, E. (2016): Factors influencing hospitalized patients’perception of individualized nursing care: across-sectional study. BMC Nursing, 15, 14 (Open Access)

Köberich, S., Ziehm, J., Farin, E., Becker, G. (2015): Barriers and facilitators to palliative care of patients with chronic heart failure in Germany: the study protocol. Journal of Public Health Research, 4, 556 (Open Access)

Köberich, S., Suhonen, R., Feuchtinger, J., Farin, E. (2015): The German version of the Individualized Care Scale – assessing validity and reliability. Patient Preference and Adherence, 9, 483-494 (Open Access)  

Köberich, S., Farin, E. (2015): A systematic review of instruments measuring patient´s perception of patient-centered nursing care. Nursing Inquiry, 22, 106-120 

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Köberich, S., Lohrmann, C., Dassen, T. (2014): Care dependency in patients with chronic obstructive pulmonary disease and heart failure – a secondary data analysis of German prevalence studies. Scandinavian Journal of Caring Sciences, 28, 665-674  

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Köberich,S. (2005): Anwesenheit von Angehörigen während einer kardiopulmonalen Reanimation. intensiv, 13, 215-219  

Köberich, S. (2004): Darf ich einen Patienten gegen seine Willen mobilisieren? Ethische Überlegungen im Kontext intensivpflegerischen Handelns. intensiv, 12,134-138  

Köberich, S. (2004):  Die kontinuierliche subglottische Sekretabsaugung als adjuvante Maßnahme zur Prävention beatmungsassoziierter Pneumonien – ein Praxisbericht. intensiv, 12, 9-11  

Köberich, S.; Spitz, C. (2003):  Das  Intensiv-Care-Unit-Syndrom. Pflegerische Maßnahmen zur Prävention und Behandlung von Patienten mit deliranten Syndromen auf einer Intensivstation. intensiv, 11, 58-64

 

 

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