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Spitzenmedizin mit Herz

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Krankheitsbild: Aortenklappenstenose

Die degenerative Verengung der Aortenklappe (Aortenklappenstenose) ist die häufigste Herzklappenerkrankung im Alter. Sie wird von Symptomen wie Herzschmerzen und Luftnot begleitet. Unbehandelt führt sie in den ersten drei Jahren nach Auftreten der Symptome bei 75 Prozent der Erkrankten zum Tod.

Standardtherapie ist seit langem der chirurgische Aortenklappenersatz. Sie befreit von den Symptomen und verbessert signifikant die Überlebensrate. Bei über 75-jährigen häufen sich jedoch schwere Begleiterkrankungen, so dass die notwendige Operation in der Regel nur mit erhöhtem Risiko durchführbar ist. Insbesondere für diese Patienten wurden die minimal-invasiven Therapieverfahren der kathetergestützen Aortenklappenimplantation (transcatheter aortic valve implantation = TAVI) entwickelt.

Bei der kathetergestützen Aortenklappenimplantation wird eine in einem Metallgeflecht verankerte Bioprothese (Abbildung 1) über die Leistenarterie oder über die Herzspitze unter Röntgendurchleuchtung implantiert (Film 1). 

Abbildung 1

TAVI Bioprothese

Film 1 Röntgenfilm einer Implantation einer transfemoral eingeführten Edwards Sapien S3 Klappe

Entscheidender Vorteil gegenüber dem konventionellen Aortenklappenersatz ist, dass die Klappenimplantation über die Leistenarterie in lokaler Betäubung am schlagenden Herzen und somit ohne den Einsatz der Herz-Lungen-Maschine möglich ist. Das schont den Patienten, reduziert die OP-Zeit, verringert die Komplikationsrate bei Risiko-Patienten und beschleunigt den Heilungsprozess.

Die Implantation über die Herzspitze erfolgt unter Vollnarkose und teilweiser Eröffnung des Brustkorbs, aber ebenfalls ohne Herz-Lungen-Maschine.

Beide Verfahren werden am UHZ-Standort Freiburg interdisziplinär von unserem ISAH-Team, d.h. gemeinsam durch einen Herz- und Gefäßchirurgen sowie einen Kardiologen, entweder im Katheterlabor oder im Herz-OP durchgeführt (Abbildung 2).

Abbildung 2

Interdisziplinäres ISAH-Team bei der Durchführung einer transfemoralen Aortenklappen- Implantation.

Computertomographisches Bild einer verkalkten Aortenklappe (links), Kontrollbild nach erfolgreicher Implantation einer Edwards Sapien 3-   Prothese (rechts).

Valve-in-Valve Prozeduren bei degenerierten biologischen Herzklappenprothesen

Krankheitsbild: degenerierten biologischen Herzklappenprothesen

Im Gegensatz zu mechanischen Herzklappenprothesen muss nach Implantation biologischer Prothesen keine lebenslange Blutverdünnung eingenommen werden, weswegen diese häufig implantiert werden. Jedoch können diese nach einigen Jahren verkalken, so dass eine erneute Einengung oder Undichtigkeit der Klappenprothese entstehen kann. In diesem Fall ist eine erneute Operation häufig mit hohem Risiko behaftet. Durch die Einführung der transkatheter Klappen ist es nun möglich, eine neue Klappe in minimal-invasiver Technik über die degenerierte Klappe zu setzen (Film 2). Dieser schonende Eingriff ist sowohl an der Mitralklappe als auch an der Aortenklappe möglich.

Behandlung

Film 2: Röntgenfilm einer Implantation einer transfemoral eingeführten Edwards Sapien XT Klappe über eine degenerierte Aortenklappenprothese

Abbildung 3

CT-Rekonstruktion einer „Valve-in-Valve“-Katheterklappe, die in einer degenerierten Aortenklappenprothese implantiert wurde.

Ihre Ansprechpartner
Prof. Dr. Constantin von zur Mühlen

Prof. Dr. Constantin von zur Mühlen
Oberarzt

Telefon: 0761/270-34411
E-Mail: constantin.vonzurmuehlen@
universitaets-herzzentrum.de

ISAH-Hotline:

Telefon 0761/270-37849

Prof. Dr. Dr. med. Dr. h.c. Manfred Zehender

Prof. Dr. Dr. med. Dr. h.c. Manfred Zehender
Leitender Oberarzt

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