Zu den Inhalten springen

Spitzenmedizin mit Herz

Hauptnavigation:

Mitralklappentherapie

Krankheitsbild: Mitralklappeninsuffizienz

In den vergangen Jahren konnten unterschiedliche Verfahren zur Behandlung der Mitralklappeninsuffizienz klinisch etabliert werden. Nachfolgende wollen wir Ihnen eine  Überblick über die an unserem Zentrum verfügbaren invasiven Verfahren zur Behandlung der Mitralklappeninsuffizienz geben.

Die Standardtherapie bei einer Mitralklappeninsuffizienz, d.h. bei einer undichten Mitralklappe, ist der chirurgische Mitralklappenersatz oder die Mitralklappenrekonstruktion. Bei Patienten mit erhöhtem operativem Risiko, z. B. aufgrund schwerer Begleiterkrankungen wie Niereninsuffizienz, Herzschwäche, kann eine minimal-invasive, kathetergestützte Methode wie das MitraClip-Verfahren in Frage kommen.

Angesichts der vielfältigen Therapiemöglichkeiten sprechen Kardiologen sowie Herz- und Gefäßchirurgen wöchentlich im Rahmen unseres gemeinsamen Herzklappen-Kolloquiums über alle Patienten mit Herzklappenerkrankungen. Unter Berücksichtigung der aktuellen Untersuchungsergebnisse legen die Ärzte für jeden Patienten individuell die optimale Therapie fest.

Behandlung


Film 1: Einsetzen des MitraClips in echokardiographischer Darstellung

Film 2: 3D-Darstellung eines erfolgreich implantierten MitraClips

Beim MitraClip-Verfahren wird der an einem Katheter befestigte Clip unter Vollnarkose in das linke Herz zur Mitralklappe vorgeführt. Durch Befestigung am vorderen und hinteren Mitralsegel entsteht eine ständige Verbindung mit Reduzierung der Mitralklappeninsuffizienz. Der Eingriff erfolgt ohne Eröffnung des Brustkorbs sowie ohne Einsatz der Herz-Lungen-Maschine. Die Patienten können normalerweise bereits am nächsten Tag aufstehen. Die Sicherheit und Effektivität dieser Methode wurde im Rahmen der EVERST II Studie deutlich belegt.

Krankheitsbild: Mitralklappeninsuffizienz

Bei Erkrankungen des Herzmuskels kommt es zu einer Erweiterung der Herzhöhlen. Dies hat zur Folge, dass der Ring, an dem die Mitralklappe befestigt ist, ebenfalls erweitert wird und in der Folge die Klappe nicht mehr vollständig schließt. Dieser Ring kann entweder chirurgisch oder minimal-invasiv verkleinert werden, so dass die Klappe wieder vollständig schließen kann. Bei Patienten mit vielen Nebenerkankungen ist eine Operation nur mit hohem Risiko möglich. Für diese Patienten stehen am Universitäts-Herzzentrum Standort Freiburg zwei Verfahren zur Verfügung, um den Mitralklappenring über einen Eingriff über die Leiste zu raffen. Ob eines beider Verfahren möglich und sinnvoll ist, wird im Herz-Team zwischen Kardiologen und Herzchirurgen individuell besprochen.

Eine neue, innovative Technik der Mitralklappenanuloplastie ist das Cardioband®, das dem Prinzip eines chirurgischen Eingriffes sehr nahe kommt. Hierbei wird minimal-invasiv ein Band über die Leiste eingebracht und mittels kleiner Schrauben auf dem Mitralklappenring  verankert. Dieses Band kann dann zusammengezogen werden, so dass sich der Mitralring verkleinert (Film 2).

Das Carillon® System macht sich den Umstand zu Nutze, dass die Vene der Herzkranzgefäße am Mitralring entlang läuft. Das Carillon-System wird über die Leiste in den sogenannten Koronarsinus implantiert und gespannt, so dass es den Mitralklappenring rafft (Film 1).

Behandlung

Das Video zeigt die Schrauben, die das Kardioband im Mitralklappenring verankern.

Der Röntgenfilm zeigt das erfolgreich in den Koronarsinus implantierte Carillon-Device

Patienten mit hochgradiger Mitralinsuffizienz bei einem Prolaps des posterioren Mitralklappensegels können minimal-invasiv behandelt werden. Mit Hilfe des Neochordystems wird per Schlüssellochzugang über die Herzspitze ein künstlicher Sehnenfaden eingebracht, der das prolabierende Segel einfängt, mit dem Ventrikel verbindet und somit den Prolaps verhindert.

Krankheitsbild: Mitralklappenstenose

Bei einer Verengung der Mitralklappe (Mitralklappenstenose) ist die Sprengung mit einem Ballon (Ballonvalvuloplastie) gemäß Leitlinien der großen Fachgesellschaften das Standardverfahren. Ob dies technisch möglich ist, wird für jeden Patienten in enger Zusammenarbeit zwischen Kardiologen und Herzchirurgen individuell festgelegt. Wenn das Herz-Team sich für den Eingriff entscheidet, wird über die Leiste ein Ballon über die verengte Mitralklappe eingebracht und dort mit Druck entfaltet, so dass die Klappenöffnung wiederhergestellt wird.

Behandlung:

Das Bild zeigt den entfalteten Ballon über der Mitralklappe

Ihre Ansprechpartner

Dr. Tobias Wengenmayer
Oberarzt

Telefon: 0761/270-34411
E-Mail: tobias.wengenmayer@
universitaets-herzzentrum.de

ISAH-Hotline:

Telefon 0761/270-37849

Prof. Dr. Dr. med. Dr. h.c. Manfred Zehender

Prof. Dr. Dr. med. Dr. h.c. Manfred Zehender
Leitender Oberarzt

Telefon: 0761/270-34432
Telefax: 0761/270-34435
E-Mail:   manfred.zehender@universitaets-herzzentrum.REMOVE-THIS.de