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Spitzenmedizin mit Herz

Freiburg, Bad Krozingen, 12.03.2018

Gefäßkrankheiten fachübergreifend behandeln

Am 17. März 2018 wird das Interdisziplinäre Gefäßzentrum am Universitäts-Herzzentrum Freiburg · Bad Krozingen mit einem Symposium feierlich eröffnet

Die Behandlung von Gefäßkrankheiten wird immer erfolgreicher, aber auch komplexer. Darum wurden am Universitäts-Herzzentrum Freiburg · Bad Krozingen (UHZ) die Kompetenzen der Gefäßmedizin im Interdisziplinären Gefäßzentrum (IGZ) unter der Leitung von Prof. Dr. Martin Czerny, Prof. Dr. Christoph Hehrlein und Prof. Dr. Thomas Zeller neu gebündelt. Hier arbeiten Expertinnen und Experten der Klinik für Kardiologie und Angiologie I (Ärztlicher Direktor: Prof. Dr. Christoph Bode), der Klinik für Kardiologie und Angiologie II (Ärztlicher Direktor: Prof. Dr. Franz-Josef Neumann) und der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie (Ärztlicher Direktor: Prof. Dr. Friedhelm Beyersdorf) eng zusammen. Für die Patienten bedeutet das: kürzere Wege, eine noch umfassendere Diagnostik und eine enge Abstimmung modernster medikamentöser, minimalinvasiver und chirurgischer Therapien. Gerade Patienten mit ungewöhnlichen oder komplexen Krankheitsbildern profitieren davon.

Die feierliche Eröffnung des IGZ findet am 17. März 2018 im UHZ Bad Krozingen, Südring 15, mit einem medizinischen Symposium von 9 Uhr bis 17 Uhr statt.

Bereits heute führen die beteiligten Kliniken pro Jahr rund 4.700 Gefäßeingriffe außerhalb des Herzens durch. Diese werden nun unter dem Dach des IGZ koordiniert. Zuweisungen zu speziellen Behandlungen finden aus einem weit über die Region hinausgehenden Einzugsgebiet statt.  

„Die große Herausforderung in der Gefäßmedizin ist es, die Grenzen zwischen den beteiligten Fachrichtungen zu überwinden. Denn oft bringt eine gleichzeitige Behandlung auf verschiedenen Wegen die besten Ergebnisse“, sagt Prof. Dr. Thomas Zeller, Klinik für Kardiologie und Angiologie II, Sprecher des Leitungsgremiums des IGZ. In wöchentlich stattfindenden Video-Konferenzen beraten Experten aller beteiligten Kliniken über die optimale Behandlung von Menschen mit komplexen Krankheitsverläufen. „Die Patienten müssen nicht mehr mehrere Ärzte aufsuchen, sondern erhalten die optimale Behandlung in einem Zug“, sagt Prof. Dr. Christoph Hehrlein, Klinik für Kardiologie und Angiologie I.

„Das IGZ kombiniert die umfassende Erfahrung im Bereich der minimalinvasiven Eingriffe der größten angiologischen Abteilung Deutschlands und die gefäßchirurgische Erfahrung eines der bundesweit größten chirurgischen Aortenzentren. Gleichzeitig werden die Therapieansätze durch integrierte Grundlagenforschung ständig weiterentwickelt“, sagt Prof. Dr. Martin Czerny, Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie des UHZ.

Das IGZ greift auf eine optimale Diagnostikausstattung zurück. Dazu gehören bildgebende Verfahren wie Computertomografie, Magnetresonanztomografie, Farbduplexsonographie und Thermographie, hochmoderne Katheterlabore und ein 2015 neu errichteter Hybrid-Operationssaal. In diesem können die Ärzte sowohl minimalinvasive wie auch herzchirurgische Eingriffe durchführen. Auch intensivmedizinische Behandlungen sind im IGZ auf höchstem Niveau möglich. Ergänzend erhält das IGZ eine speziell auf die Bedürfnisse der Patienten ausgerichtete Gefäßstation.

Eröffnet wird das Interdisziplinäre Gefäßzentrum mit einem fachmedizinischen Symposium. Die jährlich stattfindende Konferenz soll klinisch tätige und niedergelassene Ärzte intensiver ins Gespräch bringen und über wichtige Neuerungen im Bereich der Gefäßerkrankungen informieren.

Wie machen sich Gefäßkrankheiten bemerkbar?

Gefäßkrankheiten, zu denen beispielsweise die periphere arterielle Verschlusskrankheit („Schaufensterkrankheit“, „Raucherbein“), der Schlaganfall, der Herzinfarkt  oder als Venenerkrankungen Krampfadern und  die Beinvenenthrombose gehören, sind häufige und gefährliche Erkrankungen. Arterielle Gefäßkrankheiten sind dadurch gekennzeichnet, dass sie den Blutstrom in den Blutgefäßen einschränken oder blockieren. Bei ihrer Entstehung können der persönliche Lebensstil und  Veranlagung eine Rolle spielen. Rauchen, Diabetes mellitus, hoher Cholesterinspiegel, Bluthochdruck und Übergewicht zählen zu den wichtigsten Risikofaktoren.

Bei diesen Beschwerden sollten Betroffene einen Gefäßmediziner aufsuchen: ein plötzlich geschwollenes, verfärbtes oder schmerzhaftes Bein (Beinvenenthrombose), Schmerzen in der Wade beim Gehen (Schaufensterkrankheit), Schmerzen oder Hautverfärbungen am Fuß, verfärbte und schmerzhafte Finger bei Kälte (Raynaud-Syndrom) oder Schwäche sowie Leistungsabfall bei körperlicher Betätigung.

Kontakt:
Prof. Dr. Thomas Zeller
Sprecher Ärztliche Leitung (IGZ)
Interdisziplinäres Gefäßzentrum
Klinik für Kardiologie und Angiologie II
Universitäts-Herzzentrum Freiburg · Bad Krozingen
Telefon: 07633 402-2431
thomas.zeller@universitaets-herzzentrum.REMOVE-THIS.de 


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