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Spitzenmedizin mit Herz

Bad Krozingen, 14.08.2018

„Darum arbeite ich in der Pflege“

Eine frisch examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin der Kardiologischen Intensivstation 1c am Universitäts-Herzzentrum Freiburg · Bad Krozingen erzählt ganz persönlich, warum sie sich für ihren Beruf entschieden hat

Surayya ter Haar und Julian Koss sind junge Nachwuchskräfte auf Station 1c des Universitäts-Herzzentrums am Standort Bad Krozingen. Im vergangenen Jahr kamen sie als frisch examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin in die kardiologische Intensivpflege – ihre Wunschstation. Sie überzeugte das gute Arbeitsklima, die Praxisanleitung und der spannende Arbeitsplatz mit schwerkranken Patienten. Die beiden sind froh, dass sie sich für einen sozialen Beruf entschieden haben.

Surayya ter Haar, 25 Jahre, examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin, seit Mai 2017 auf Station 1c:

„Gesundheits- und Krankenpflegerin bin ich geworden, weil ich durch den Beruf wahnsinnig viel geben kann und durch die Menschen auch viel zurückbekomme. Wie ich auf die Idee kam, in die Pflege zu gehen? Dazu gibt es mehrere Aspekte: Ursprünglich wurde mir die Ausbildung von einem spirituellen Lehrer meiner Glaubensgemeinschaft empfohlen. Daraufhin schenkte mir meine Mutter einen Roman, der von einer Krankenschwester handelt. Aufgrund ihres umfangreichen Wissens über Pflanzen, die Versorgung von Wunden, ihrem Umgang mit Menschen und ihrem Organisationstalent ging diese Frau aus dem Buch einen besonderen Lebensweg. Ich habe auch diese soziale Ader und wollte sie nicht in einem anderen Beruf verschwenden. Durch meine Ausbildung in der Pflege bin ich selbstbewusster, stärker und ausdauernder geworden, und kann nur jedem wärmstens empfehlen, der etwas bewegen möchte, in die Pflege zu gehen.“

Julian Koss, 25 Jahre, examinierter Gesundheits- und Krankenpfleger, seit Oktober 2017 auf Station 1c:

„Nach der Mittleren Reife lernte ich Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik. Danach machte ich ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer internistischen Praxis in Müllheim. Dort habe ich etwas Neues kennengelernt: Die Vorstellung über Pflege ist vor allem mit Klischees besetzt. Pflege wird respektiert, aber ganz falsch gesehen. Es geht nicht vor allem um Körperpflege, woran viele sofort denken. Das ist nur ein Teil meines Jobs. Als Pfleger bin ich Bindeglied zwischen den Ärzten und den Patienten. Ich bereite Operationen und Eingriffe mit vor, mache die Nachsorge, nehme Blut ab – und bin im Notfallteam fürs Haus dabei. Ich habe direkt nach meiner Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger auf Station 1c begonnen. Das war meine Wunschstation. Wer sich für Anatomie interessiert und eine soziale Ader hat, der sollte in die Pflege gehen.“

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