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Spitzenmedizin mit Herz

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Bad Krozingen, 24.03.2020

Modernste Bildgebung für komplexe Herz-Eingriffe eingeweiht

Am Universitäts-Herzzentrum Freiburg · Bad Krozingen werden komplexe, minimalinvasive Eingriffe am Herzen mit neuer modernster Bildgebung kontrolliert und durchgeführt / Patient*innen profitieren von einer deutlich reduzierten Strahlenbelastung

Dank rasanter Entwicklungen in der minimalinvasiven Kardiologie können heute viele Patient*innen mit Problemen bei der Herz-Durchblutung sowie den Herzklappen mit Hilfe von Kathetereingriffen behandelt werden. Nun hat das Universitäts-Herzzentrum Freiburg · Bad Krozingen am Standort Bad Krozingen eine neue Angiographieeinheit mit modernster Bildgebung in Betrieb genommen. Dies ist, abgesehen von wenigen Test- und Prototypen die weltweit erste Installation dieser neuen Technologie. Insbesondere die Versorgung von Patient*innen, bei denen sehr komplexe und langwierige Eingriffe notwendig sind, wird damit auf ein neues Niveau gehoben.

Strahlendosis bis auf ein Drittel reduziert

Die Strahlendosis der Röntgenaufnahmen kann bis auf ein Drittel der bisher üblichen Intensität reduziert werden. Das ist gerade bei langen Eingriffen von mehreren Stunden relevant, bei denen eine Reihe von Röntgenaufnahmen gemacht werden müssen. Auch die Gabe von Kontrastmittel wird durch die sehr empfindliche Bildgebung verringert. Gleichzeitig haben die behandelnden Ärzt*innen die Möglichkeit, spezielle Bereiche hochauflösend zu vergrößern. Weitere Bildinformationen wie dreidimensionale computertomografische Aufnahmen können direkt über die Live-Bilder gelegt werden und ermöglichen den Kardiolog*innen eine noch bessere Übersicht. Auch dank vereinfachter Abläufe im OP-Saal verkürzen sich die Operationszeiten.

„Wir sind jetzt in der Lage, selbst komplexeste Eingriffe am Herzen noch sicherer und schneller durchzuführen als mit den bisher verfügbaren Geräten“, sagt Prof. Dr. Franz-Josef Neumann, Ärztlicher Direktor der Klinik für Kardiologie und Angiologie II des Universitäts-Herzzentrums Freiburg · Bad Krozingen. „Ein weiterer positiver Effekt ist, dass auch die Mitarbeiter*innen eine geringere Strahlendosis erfahren“, so Neumann.

Rund 10.000 Patient*innen pro Jahr

Der häufigste Grund für eine entsprechende angiografische Untersuchung ist eine mögliche Verengung der Herzkranzgefäße. Diese führt zu Durchblutungsstörungen des Herzmuskels und im schlimmsten Fall zu einem Herzinfarkt. An der Klinik für Kardiologie und Angiologie II des Universitäts-Herzzentrums Freiburg · Bad Krozingen werden jährlich rund 10.000 Patient*innen in 10 Herzkatheterlaboren untersucht. Mehr als 3.000 von ihnen erhalten eine minimalinvasive Herzkatheterbehandlung.

Kleine Änderung, großer Effekt

Um den Klinikbetrieb während der Kernsanierung des Herzkatheterlabors nicht zu beeinträchtigen, wurden die meisten Arbeiten über die Fenster gemacht. Dazu gehörten das Einbringen eines neuen Fußbodens und das Gießen neuer Fundamente für das bildgebende System. Indem die Operationsliege und alles, was dazu gehört, um einen Winkel von 8 Grad im Raum gedreht wurde, konnte die Ein- und Ausfahrt der Patienten deutlich erleichtert werden. „Mit der Kombination aus kleinen und großen Änderungen ist es uns gelungen, hier einen neuen Standard zu setzen“, freut sich der Ärztliche Direktor Neumann.

Bildunterschrift: Modernste Bildgebung erlaubt selbst komplexeste Eingriffe mit niedriger Strahlenbelastung.
Bildquelle: Universitätsklinikum Freiburg / Britt Schilling

Kontakt:
Prof. Dr. Franz-Josef Neumann
Ärztlicher Direktor
Klinik für Kardiologie und Angiologie II
Universitäts-Herzzentrum Freiburg · Bad Krozingen
Telefon: 07633 402-2001
Franz-Josef.Neumann@universitaets-herzzentrum.de


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