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Spitzenmedizin mit Herz

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Bad Krozingen, 22.04.2020

Corona: Schutz vor einem schweren Verlauf

Wenn sich Herzpatient*innen mit Coronaviren anstecken, ist das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf hoch. Einfache Methoden helfen dieses Risiko deutlich zu senken.

Fast jede*r zehnte COVID-19-Patient*in zeigt Herz-Kreislauf-Komplikationen während der Erkrankung mit dem Virus. Deshalb ist es für Herzpatient*innen besonders wichtig auf eventuelle Symptome zu achten. COVID-19 kann nicht nur als Atemwegserkrankung in Erscheinung treten. Auch andere wichtige Organe wie das Herz können unter der Krankheit leiden.

„Für Herzpatient*innen ist es jetzt erst recht wichtig, auf sich zu achten“, sagt Prof. Dr. Franz-Josef Neumann, Ärztlicher Direktor der Klinik für Kardiologie und Angiologie II des Universitäts-Herzzentrums Freiburg · Bad Krozingen. Zu beachten ist eine regelmäßige und korrekte Einnahme der Herz-Kreislauf-Medikamente, so wie sie der Arzt oder die Ärztin verschrieben hat. „Die Wirkstoffe der Medikamente schützen das Herz“, sagt Neumann.

Gesunder Lebensstil und allgemeine Hygieneregeln

„Weiterhin sind gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und die allgemeinen Hygieneregeln enorm wichtig“, sagt Neumann. Durch einen gesunden Lebensstil kann das Herz leistungsfähiger gemacht werden. Es ist damit widerstandsfähiger für eine eventuelle Corona-Infektion. Doch am besten ist es, eine Ansteckung komplett zu vermeiden. „Wenn es geht, lassen Sie für sich einkaufen und halten Sie immer ausreichend Abstand“, rät Neumann.

Symptome ernst nehmen

„Bitte nehmen Sie – ob in Corona-Zeiten oder Nicht-Corona-Zeiten – Symptome ernst“, sagt Neumann. Atemnot, wie sie bei einer Lungenentzündung häufig vorkommt, kann auch das Anzeichen eines geschwächten Herzmuskels sein. Als Herzpatient*in sollte man zunehmende Atembeschwerden nicht unterschätzen. „Lassen Sie solche Anzeichen unbedingt untersuchen“, rät Neumann. „Trotz Corona können Sie weiterhin zu uns ins Universitäts-Herzzentrum kommen. Die Versorgung von Notfällen ist weiterhin uneingeschränkt möglich“, sagt Neumann. Wer Anzeichen einer schwerwiegenden Erkrankung wie Herzinfarkt oder Schlaganfall bemerkt, sollte wie sonst auch unverzüglich den Notruf 112 wählen.

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