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Spitzenmedizin mit Herz

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Zielsetzung von CeBAC

Das „Center for Big Data Analysis in Cardiology“ (CeBAC) ist ein Zusammenschluss aus interventionellen Kardiologen und Statistikern, um den gesundheitspolitischen Nutzen neuer und etablierter Therapieverfahren durch Analyse großer Datensätzen aus der klinischen Praxis zu bewerten. Insbesondere im Feld der interventionellen Kardiologie mit hoher Innovationskraft ist eine wissenschaftliche Bewertung des klinischen und gesundheitsökonomischen Nutzen neuer Verfahren sehr wichtig.  

Um dies zu erreichen, hat das CeBAC folgende Ziele und Aufgaben:

  • Interdisziplinäre Plattform zur Analyse großer klinischer Datensätze mit Fokus auf die klinische Kardiologie.
  • Zusammenführen medizinischer und ökonomischer Kompetenz im Kontext gesundheitspolitischer Fragestellungen.
  • Bewertung des klinischen und gesundheitsökonomischen Nutzens neuer und etablierter Therapieverfahren.
  • Analyse der Innovationsdiffusion neuer Therapieverfahren.
  • Bearbeitung gesundheitsökonomischer Fragestellungen der stationären Versorgung.
  • Unterstützung der medizinischen Entscheidungsfindung durch Entwicklung von Deep-Learning Strategien.
  • Schnittstellenfunktion bei der Ausbildung von Studenten und Wissenschaftlern im Bereich von Big Data Analysen.

Abbildung 1: Chirurgische und Transkatheter Aortenklappenersatzeingriffe in Deutschland zwischen 2007 und 2013

Geschichte

Das CeBAC ging 2019 aus einer ursprünglich von Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Manfred Zehender, PD Dr. Reinöhl und Dr. Klaus Kaier gegründeten Arbeitsgruppe hervor. In der Anfangszeit wurden insbesondere wichtige Fragen der klinischen und ökonomischen Effektivität von TAVI in der klinischen Praxis untersucht. In einer 2015 im renommierten „New England Journal of Medicine“ publizierten Arbeit konnten sie zeigen, dass durch die Verfügbarkeit von TAVI mehr Patienten mit hochgradiger Aortenklappenstenose erfolgreich behandelt werden können (1). Seit 2014 werden in Deutschland mehr transfemorale TAVIs als chirurgische Aortenklappenersatzeingriffe durchgeführt (2). Durch die Analyse verschiedener Subgruppen innerhalb der Patienten, welche einen Aortenklappenersatz erhielten, wurden Patienten mit pulmonaler Hypertonie, Nierenerkrankungen oder vorheriger Bypassoperation identifiziert, die von der minimal-invasiven TAVI besonders profitieren (3, 4, 5).

Abbildung 2: Risiko-adjustierter Vergleich zwischen TF-TAVI und chirurgischem Aortenklappenersatz in der klinischen Praxis.

2016 vergrößerte sich die Arbeitsgruppe um Prof. Dr. von zur Mühlen und PD Dr. Stachon. Nachdem PD Dr. Reinöhl die Arbeitsgruppe verlassen hatte, übernahmen PD Dr. Stachon  und Prof. Dr. von zur Mühlen in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Zehender die ärztliche Leitung der Arbeitsgruppe und gründeten mit Dr. Kaier das CeBAC. In den letzten Jahren wurden weitere wichtige Untersuchungen fertiggestellt. Durch Risikoadjustierung konnte gezeigt werden, dass Patienten mit erhöhtem Alter, erhöhtem Risiko, mit dekomponierter Stenose und Niereninsuffizienz von transfemoraler TAVI gegenüber Chirurgie besonders profitieren (6). Selbst Patienten mit reiner Aortenklappeninsuffizienz werden zwischenzeitlich mit TAVI behandelt (7). Durch die weiter fortschreitende Entwicklung im Bereich der interventionellen Kardiologie wird sich auch zukünftig die Frage stellen, inwiefern technische Innovationen die klinische Praxis verändern und wie die daraus resultierenden Umwälzungen im "real world scenario" zu beurteilen sind. Diese Fragen wird das CeBAC beantworten können.

Kontakt

Als interdisziplinäre Plattform zur Analyse großer klinischer Datensätze, ist das Team um CeBAC an wissenschaftlichen Kooperation auch über die Kardiologie hinaus interessiert. Bei Fragen oder Anmerkungen rund um CeBAC oder Interesse an wissenschaftlichen Kooperationen kontaktieren Sie uns per Email: kard.cebac@list.uniklinik-freiburg.REMOVE-THIS.de

Kooperationen

Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem Freiburger Zentrum für Datenanalyse und Modellbildung, dem Zentrum Klinische Studien und dem Freiburger Datenintegrationszentrum des Konsortiums MIRACUM: Medizininformatik in Forschung und Versorgung in der Universitätsmedizin

Ärztliche Leitung
Dr. Peter Stachon

PD Dr. Peter Stachon
Oberarzt

Telefon: 0761/270-34010
Telefax: 0761/270-33882
E-Mail:    peter.stachon@universitaets-herzzentrum.REMOVE-THIS.de

Prof. Dr. Constantin von zur Mühlen

Prof. Dr. Constantin von zur Mühlen
Oberarzt

Telefon: 0761/270-34411
E-Mail: constantin.vonzurmuehlen@
universitaets-herzzentrum.de

Prof. Dr. Dr. med. Dr. h.c. Manfred Zehender

Prof. Dr. Dr. med. Dr. h.c. Manfred Zehender
Leitender Oberarzt

Telefon: 0761/270-34432
Telefax: 0761/270-34435
E-Mail: manfred.zehender@
universitaets-herzzentrum.de

Methodische Leitung
Dr. rer. pol. Klaus Kaier

Dr. rer. pol. Klaus Kaier 
Statistiker

Telefon: 0761/203-6807
Telefax: 0761/203-6711
E-Mail: klaus.kaier@
uniklinik-freiburg.de