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Spitzenmedizin mit Herz

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Bad Krozingen, 10.07.2018

Neue Station für Interdisziplinäres Gefäßzentrum

Das kürzlich eröffnete Interdisziplinäre Gefäßzentrum des Universitäts-Herzzentrums hat am Standort Bad Krozingen eine eigene Station erhalten

Das Mitte März gegründete Interdisziplinäre Gefäßzentrums (IGZ) am Universitäts-Herzzentrum  Freiburg · Bad Krozingen (UHZ) erhält eine neu sanierte Gefäßstation. Am 5. Juli 2018 wurde am Standort Bad Krozingen die Station 2c nach umfangreichen Sanierungen feierlich eröffnet.

Die Sanierung der Station 2c wurde in Eigenleistung geplant und der Bau geleitet. In nur sechs Monaten erfolgte die Realisierung der Brandschutz- und Sanierungsarbeiten. „Durch unser internes Projektmanagement sind Kosten von 1,4 Millionen Euro und Zeitplan bei hoher Ausführungsqualität eingehalten worden. Insbesondere die zentrale Überwachung der Vitalfunktionen fast aller Patienten ist ein enormer technischer Fortschritt“, erläutert Mathias Selinger, Geschäftsbereichsleitung Technik und Bauwesen am UHZ.

Die Einheit ist speziell auf die Bedürfnisse der Gefäßpatienten ausgerichtet und ermöglicht eine in modernen Zweibett-Zimmern optimale Versorgung von 28 Patientinnen und Patienten. „So können wir Betroffene optimal versorgen, bei denen eine Gefäßkrankheit minimal-invasiv, chirurgisch oder mit einer Kombination aus beidem behandelt werden muss“, sagt Prof. Dr. Thomas Zeller, Ärztlicher Sprecher des Interdisziplinären Gefäßzentrums.

Die neue Station wird im Kern durch das Herzstück des Pflegestützpunktes abgebildet. Pflegekräfte, Sekretariat und Aufnahmedienst arbeiten in einem Stützpunkt zusammen. Der Ablauf und die Strukturmöglichkeiten werden zusammengefasst, Laufwege und fehlende Übersicht dadurch verringert. Unterstützt wird dies durch eine zentrale Monitorüberwachung. „Die neu klimatisierten Räume mit den barrierefreien Zugängen zu Toilette und den Duschen erleichtern die tägliche Arbeit, da auf der Gefäßstation insbesondere Patienten mit hohem Pflegebedarf behandelt werden“, sagt Brigitte Haag-Müller, Pflegerische Abteilungsleitung am UHZ.

„Grundlage für die erfolgreiche Sanierung der Station 2c und für den reibungslosen Umzug bei laufendem Stationsbetrieb war insbesondere eine gut durchdachte Prozess- und Bauplanung sowie die enge Zusammenarbeit der unterschiedlichen Berufsgruppen“, bestätigt Enis Jusufov, Projektmanager der Station 2c.

Besser und komplexer

Die Behandlung von Gefäßkrankheiten wird immer besser. So kann heute beispielsweise oft eine Amputation verhindert werden, wenn bei einem Raucherbein ein Gefäß verschlossen ist. Gleichzeitig erfordert die optimale Behandlung auch eine enge Zusammenarbeit verschiedener Fachdisziplinen. Das gilt auch bei der Behandlung von Venenerkrankungen, wie Krampfadern, die im Gefäßzentrum je nach Patient mit schonenden Laserkathetern oder auch gefäßchirurgisch behandelt werden können. Um dies zu ermöglichen, wurden am Universitäts-Herzzentrum die Kompetenzen der Gefäßmedizin im Interdisziplinären Gefäßzentrum (IGZ) unter der Leitung von Prof. Zeller, Prof. Dr. Martin Czerny und Prof. Dr. Christoph Hehrlein gebündelt.

Das IGZ kombiniert die umfassende Erfahrung im Bereich der minimalinvasiven Eingriffe der größten angiologischen Abteilung Deutschlands und die gefäßchirurgische Erfahrung eines der bundesweit größten chirurgischen Aortenzentren. Auch intensivmedizinische Behandlungen sind im IGZ auf höchstem Niveau möglich. In wöchentlich stattfindenden Video-Konferenzen beraten Experten aller beteiligten Kliniken über die optimale Behandlung von Menschen mit komplexen Krankheitsverläufen. „Gleichzeitig werden die Therapieansätze durch integrierte Grundlagenforschung ständig weiterentwickelt“, sagt Prof. Czerny, Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie des UHZ.

Gefäßkrankheiten frühzeitig erkennen

Ärzte des IGZ führen pro Jahr rund 4.700 Gefäßeingriffe außerhalb des Herzens durch. „Die Patienten müssen nicht mehr mehrere Ärzte aufsuchen, sondern erhalten die optimale Behandlung in einem Zug“, sagt Prof. Dr. Christoph Hehrlein, Klinik für Kardiologie und Angiologie I des UHZ. Typische Gefäßkrankheiten sind Schlaganfall und Herzinfarkt, aber auch chronische Verschlusskrankheiten wie die sogenannte Schaufensterkrankheit, Krampfadern und Beinvenenthrombosen.

Betroffene sollten einen Gefäßmediziner aufsuchen, wenn sie folgende Beschwerden haben: ein plötzlich geschwollenes, verfärbtes oder schmerzhaftes Bein, Schmerzen in der Wade beim Gehen, Schmerzen oder Hautverfärbungen am Fuß, verfärbte und schmerzhafte Finger bei Kälte oder Schwäche sowie Leistungsabfall bei körperlicher Betätigung.

Kontakt:
Prof. Dr. Thomas Zeller
Sprecher Ärztliche Leitung (IGZ)
Interdisziplinäres Gefäßzentrum
Klinik für Kardiologie und Angiologie II
Universitäts-Herzzentrum Freiburg · Bad Krozingen
Telefon: 07633 402-4900
thomas.zeller@universitaets-herzzentrum.REMOVE-THIS.de


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Benjamin Waschow
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