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Spitzenmedizin mit Herz

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Bad Krozingen, 09.10.2018

Auch Spazierengehen beugt Herzkrankheiten vor

Wer sich regelmäßig bewegt, kann sein Herz gesund halten. Bereits herzkranke Patienten sollten am besten in einer Koronarsportgruppe trainieren, sagt ein Experte des Universitäts-Herzzentrums Freiburg · Bad Krozingen.

Regelmäßige Bewegung und leichter Ausdauersport wirken sich positiv auf das Herz aus. Dabei können herzkranke wie auch herzgesunde Menschen jederzeit niederschwellig in ihr Gesundheitsprogramm einsteigen – und egal bei welchem Wetter zum Beispiel die Natur vor der Haustür nutzen. „Gehen Sie dreimal die Woche mindestens eine halbe Stunde zügig spazieren“, rät Professor. Dr.  Franz-Josef Neumann, Ärztlicher Direktor der Klinik für Kardiologie und Angiologie II am Universitäts-Herzzentrum Freiburg · Bad Krozingen (UHZ). Denn aktives Bewegen im Alltag beugt Herzerkrankungen vor.

Wer rastet, der rostet

Das Bewegungsminium liegt laut Weltgesundheitsorganisation bei fünfmal wöchentlich 30 Minuten. „Das ist schnell erreicht, wenn Sie neben dem täglichen Spaziergang weitere Bewegung in Ihren Alltag bringen“, bestätigt Professor Neumann. Dabei gelte das alte Sprichwort: Wer rastet, der rostet. Allerdings geht es weder um verbissenes Training, noch um Leistungsvorgaben, sondern um lockere, regelmäßige Einheiten mit Spaßfaktor. Gerade der kommende Herbst bietet mit seinen häufig moderaten Temperaturen beste Bedingungen.

Der Experte rät:

  • Gehen Sie kurze Strecken zu Fuß.
  • Nutzen Sie das Rad anstatt des Autos.
  • Steigen Sie die Treppe und lassen den Aufzug links liegen.
  • Verabreden Sie sich zu einer Wanderung mit Freunden.
  • Verrichten Sie leichte Arbeiten im Freien, zum Beispiel im Garten – allerdings nicht bei großer Kälte.
  • Versuchen Sie es mal mit Freizeitsportarten wie Federball, Tanzen oder Tischtennis.

Für diejenigen, die mit mehr Sport für den Erhalt ihrer Herzgesundheit sorgen möchten, eignen sich Ausdauersportarten wie Schwimmen, Radfahren, Rudern an Trainingsgeräten, Laufen, Nordic Walking oder im Winter auch moderater Skilanglauf – es gibt zahlreiche Möglichkeiten, mit denen Herzerkrankungen entgegengewirkt werden kann.

Sportliche Belastung langsam steigern

„Die Häufigkeit und die Regelmäßigkeit sind beim moderaten Herztraining wichtiger als die maximale Intensität“, sagt Professor Dr. Neumann.

  • Langsam einsteigen und das Ausdauertraining mit kurzen Intervallen, unterbrochen von Gehpausen, beginnen; beim Schwimmen in nicht zu kaltem Wasser, verbunden mit regelmäßigem Ausruhen am Beckenrand.
  • Die Intensität und die Dauer Woche für Woche um etwa zehn Prozent steigern.
  • Die richtige Belastung und das optimale Tempo sind erreicht, wenn man sich beim Sport noch locker unterhalten kann.
  • Und nicht vergessen: Immer wieder Pausen zwischen den Trainingseinheiten einlegen.
  • Bei Hitze, Kälte und Ozonbelastung sollte das Sporttreiben eingeschränkt werden.

Darauf sollten Herzpatienten achten

Patientinnen und Patienten, die bereits einen Herzinfarkt hatten, werden in der Regel schon in den ersten Wochen im Rahmen der Anschlussbehandlung wieder an körperliche Aktivität herangeführt und lernen dabei, in welchem Belastungsbereich sie sich bewegen können. Die Intensität wird dabei langsam gesteigert. In der Gruppe zu üben ist für Herzpatienten eine gute Wahl. Sie sollten sich vor dem Sport ärztlich untersuchen lassen. Am besten ist gerade zu Beginn ein Training unter Aufsicht, zum Beispiel in einer Koronarsportgruppe, einem Verein oder einem Fitnessstudio. Auch für Herzpatienten gilt, so  Professor Dr. Franz-Josef Neumann: „Lieber kürzer und dafür häufiger trainieren.“

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