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Spitzenmedizin mit Herz

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Freiburg, 26.03.2019

Innovatives Konzept ausgezeichnet

Kunstherzen ohne Einsatz einer Herz-Lungen-Maschine einsetzen: Ein Konzept des Universitäts-Herzzentrums Freiburg · Bad Krozingen hat das zum Ziel und wurde kürzlich bei einem bundesweiten Wettbewerb ausgezeichnet.

Kunstherzen minimalinvasiv einsetzen: Ein entsprechendes Vorgehen hat ein Team um Privatdozent Dr. Wolfgang Bothe, Oberarzt an der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie am Universitäts-Herzzentrum Freiburg · Bad Krozingen mit YCOR entwickelt. Nun wurde YCOR in der Konzeptphase des bundesweiten Businessplan-Wettbewerbs Science4Life Venture Cup mit einem von zehn Preisen ausgezeichnet. Um den Preis, der mit einem zweitägigen Intensiv-Workshop und 1.000 Euro Preisgeld verbunden ist, hatten sich 84 Gründungsteams beworben.

„Das Besondere ist, dass bei Einsetzen des Kunstherzens keine Herz-Lungen-Maschine notwendig ist. Möglich ist das, weil wir die Blutleitung im Herzen verändern“, fasst Dr. Bothe zusammen. Von Bedeutung ist das vor allem bei Patienten mit terminaler Herzinsuffizienz. Bei ihnen werden Kunstherzen oder künstliche Herzunterstützungssysteme, so genannte Ventricular Assist Devices (VAD), eingesetzt. Die Implantation solcher Systeme stellt allerdings einen erheblichen, technisch komplexen und riskanten Eingriff dar. „YCOR senkt erheblich die Risiken beim Einsetzen eines VAD sowie bei fast immer notwendigen Folgeeingriffen wie einer Herztransplantation“, sagt Dr. Bothe. Die Idee kam den Medizinern während einer Herztransplantation eines Patienten mit VAD. Künftig soll es auch möglich sein, YCOR zur Behandlung von Patienten mit anderen Krankheiten einzusetzen.

Der Science4Life Venture Cup zeichnet innovative Gründungsvorhaben aus den Bereichen Life Sciences, Chemie und Energie aus. Der Wettbewerb besteht aus drei Phasen: Ideen-, Konzept- und Businessplanphase. Nach Abschluss der Konzeptphase können sich Start-ups und zukünftige Gründerinnen und Gründer bis zum 12. April 2019 in der Businessplanphase bewerben.

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